Verpackung

Schutzschichten gewährleisten lange Haltbarkeit von Getränken und Lebensmitteln oder garantieren die Sterilität von Medizinprodukten und Medikamenten. Bei Fischer finden Sie erprobte Messlösungen, mit denen Sie Trennschichten, Versiegelungen oder Schutzlack auf Poren oder Risse prüfen und die richtige Schichtdicke gewährleisten.

Versiegelung und Trennschichten exakt prüfen

Application Notes

Porenprüfung bei luftdicht verschlossenen Nahrungsmittelverpackungen

Für Getränkeverpackungen, wie sie üblicherweise für Milch und Fruchtsäfte werden verwendet, kommen mit Polyethylen und Aluminium beschichtete Pappkartons (antiseptischer Karton) zum Einsatz. Aber der kleinste Defekt im Beschichtungssystem des Kartons kann den Inhalt verderben lassen.

Getränkekartons müssen luftdicht versiegelt und stabil sein, sowie die Haltbarkeit des beinhalteten Produkts verlängern, in dem sie es vor Licht und Keimen schützen. Je nach Inhalt werden verschiedene Beschichtungssysteme auf einer Kartonbasis benutzt. Um Getränke vor Oxidation zu schützen, werden Aluminium-Folien eingesetzt, während Polyethylen-Folien wiederum das Aluminium vor Korrosion durch Säuren z. B. von Fruchtsäften bewahren.

Die vollständige Versiegelung durch die Polyethylen-Folie ist entscheidend, um die Korrosion der Aluminium-Folie zu verhindern. Eine gut etablierte, einfache und effektive Methode, um Schadstellen in der Polyethylen-Schicht zu entdecken, ist die Verwendung eines Porenprüfgeräts, auch „Holiday-Detektor“ genannt.

Das POROSCOPE® HV5 von Fischer, ausge­stattet mit einer Rollelektrode, ist die ideale Ausrüstung, um die Durchgängigkeit der Polyethylen-Beschichtung zu überprüfen, welche die Aluminium-Schicht in keim­freien Kartonverpackungen schützt. Die Testmethode beruht darauf, dass alle elektrisch isolierenden Beschichtungswerkstoffe eine sehr viel höhere elektrische Durchschlagsfestigkeit besitzen als Luft.

Die Handhabung ist einfach, auch für nicht-technisches Personal: Die Testspannung wird am POROSCOPE® entsprechend der Durchschlagsfestigkeit und Dicke der innersten Polyethylen-Schicht eingestellt. Das Messobjekt wird mit dem Massekabel verbunden und die Elektrode langsam über die zu messende Oberfläche bewegt. Passiert die Elektrode eine Fehlstelle, entsteht ein kurzeitiger Spannungsabfall – ein Funkenüberschlag und ein optisches und akustisches Signal zeigt die Pore an.

Abb. 1: POROSCOPE® HV5 mit Besen- und Rollelektrode

Das POROSCOPE® ist kompakt, leicht und einfach in der Handhabung. Dadurch wird es zum unabkömmlichen Begleiter für alle, die mit der Qualitätskontrolle von mehrfachbeschichteten Nahrungsmittelverpackungen beauftragt sind.

Das POROSCOPE® HV5 von Fischer ist perfekt für die geforderte Porenprüfung in der Nahrungsmittel-Verpackungsindustrie geeignet. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Fischer-Ansprechpartner.

Messung der Dicke von Schutzschichten bei Aluminium-Aerosoldosen und Tuben

Aluminiumtuben und -dosen sind ein weit verbreitete Verpackungen für pharmazeutische und kosmetische Substanzen oder auch für Lebensmittel. Um einen direkten Kontakt und damit chemische Reaktionen zwischen Metall und Inhalt zu verhindern, sind die Tuben üblicherweise mit einem Polymer-Schutzlack beschichtet. Die Dicke der aufgebrachten Beschichtung muss im laufenden Prozess regelmäßig überwacht werden, um die volle Funktionsfähigkeit der Innenschutzschicht zu gewährleisten.

Bei Aluminiumtuben, welche mit pharmazeutischen Substanzen oder Lebensmitteln befüllt sind, ist die Dicke der Innenschutzschicht unbedingt einzuhalten, um jegli­ches Risiko von chemischen Reaktionen auszuschlie­ßen. Für die Qualitätssicherung der Tubenbeschichtungen werden deshalb aus dem laufenden Fertigungsprozess regelmäßig Stichproben entnommen. Etabliert hat sich dabei die Überwachung der Schichten mittels der Wirbelstrom-Messmethode. Allerdings ist bei der Vermessung zu beachten, dass die Schutzschichten sehr empfindlich auf Druck reagieren, was beim Einsatz einer „normalen“ Sonde zu Eindrücken in der Schicht und somit zu verfälschten Messergebnissen führen würde.

Die Stichproben werden aufgeschnitten und zu einem ebenen Metallstreifen aufgebogen. Für die Messung optimal geeignet ist die Sonde FTA2.4-SC von Fischer, die durch ihre großflächige Auflage und das federnd gelagerte Messelement nur einen geringen Anpressdruck verursacht. Für eine präzise senkrechte Führung und vertikales Aufsetzen sorgt das Stativ V12.

Abb. 1: Wirbelstrom-Sonde FTA2.4-SC, eingebaut in das Stativ V12, beim Messen der Schutzschicht auf der Innenseite einer Aerosoldose

Die Ansteuerung der Sonde und die Auswertung der Messergebnisse erfolgt über die Handgeräte der FMP-Serie. Bei hohen Stückzahlen ist auch eine automati­sierte Lösung mit dem FISCHERSCOPE® MMS® PC2 und motorischem Stativ möglich. Neben den Innenschutzschichten kann mit diesen Geräten auch die Lackschicht auf der Außenhaut vermessen werden.

 

Tube 1

Tube 2

Tube 3

Messstelle

Mittelwert

Std. Abw.

Mittelwert

Std. Abw.

Mittelwert

Std. Abw.

1

12,0

0,09

9,8

0,10

9,8

0,10

2

11,9

0,09

9,8

0,10

9,8

0,10

3

12,1

0,10

10,1

0,10

10,1

0,10

4

12,3

0,08

10,0

0,08

10,0

0,08

5

11,7

0,10

9,9

0,09

9,9

0,09

Mittelwert

12,0

0,09

9,8

0,10

9,8

0,10

Tab. 1: Schichtdickenmessung mit der Sonde FTA2.4-SC an 3 unterschiedlichen Tuben, je 10 Messungen pro Messstelle, Angaben in µm

Für die Lackdickenmessung bei Aluminiumtuben und -dosen ist die Wirbelstrom-Sonde FTA2.4-SC aufgrund ihres geringen Anpressdruckes optimal geeignet. Zusammen mit einem Hand- oder Tischgerät von Fischer kann so die Innenbeschichtung genau überprüft werden, ohne diese mit der Sonde einzudrücken. Für weitere Informationen kontak­tieren Sie bitte Ihren Fischer-Ansprechpartner.

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