Messung von Cladding-Schichten mit der Sonde FGB2

Im Kraftwerksbau wird auf hochbelastete, metallische Bauteile eine sogenannte Cladding-Schicht – ein hochlegierter Stahl – als Oberflächenschutz aufgebracht. Um möglichst lange Standzeiten zur gewährleisten, muss die Beschichtung gleichmäßig aufgebracht werden. Eine ständige Überwachung der Schichtdicke ist daher notwendig.

Das Haupteinsatzgebiet des Claddings (das Verfahren der Materialauftragsschweißung) ist der Kraftwerksbau. Besonders Membranwände und Schottenheizflächen, die in Kraftwerken mit sehr aggressiven Abgasen beaufschlagt werden, unterliegen einem sehr starken Materialabtrag und müssen entsprechend widerstandsfähig ausgelegt sein. Bei diesem Verfahren wird eine hochlegierte Schutzschicht auf einen niedriger legierten Grundwerkstoff aufgetragen. Die Stärke der Schutzschicht beträgt 2-3 mm bei typischen Wandstärken der Membranwände von 4-5 mm.

Abb. 1: Vermessung einer Cladding-Schicht mit der Sonde FGB2. Zur besseren Sichtbarkeit wurde die Sonde schräg aufgesetzt, im realen Betrieb ist gerades Aufsetzen notwendig

Bedingt durch die hohen Anforderungen an die Beschichtung und das Risiko der Auswirkung von Beschichtungsfehlern ist es unerlässlich, die Schichtdicke schon im laufenden Cladding-Prozess kontinuierlich zu überprüfen, so dass bei Abweichung von der Sollschichtdicke sofort nachgebessert werden kann. Die Überprüfung sollte möglichst einfach sein, da viele Messungen notwendig sind. Beispielsweise sind für die Abnahme eines Heizkraftwerkes durchschnittlicher Größe ca. 10 000 Messungen zwingend durch den TÜV vorgeschrieben.

 


Raupe 1 [mm]

Raupe 2 [mm]

Raupe 3 [mm]

Messstelle 1

2,9

2,1

2,5

Messstelle 2

2,7

2,0

2,4

Messstelle 3

3,0

2,3

2,4

Messstelle 4

3,1

2,2

2,3

Messstelle 5

2,8

2,4

2,6

Tab.1: Typische Messwerte für die Dicke hochlegierter Stahlschichten

Die Schichtdickenmessung von nicht-ferritischen Auftragsschweißungen ist mit der magnetinduktiven Sonde FGB2, z. B. mit dem Handmessgerät
DELTASCOPE® FMP30, schnell und einfach durchführbar.

Vorteile der Sonde FGB2:

  • Hoher Messbereich bis 5 mm
  • Dünne Spitze, die hervorragend auf der strukturierten Schicht („Schweißraupen“) eingesetzt werden kann
  • Temperaturbeständigkeit bis 80°C, so dass auch auf warmen Schichten gemessen werden kann
  • Robust und stabil: erprobt in intensivem Einsatz bei renommierten Kraftwerksbauern

Hochlegierte Stahlschichten als Oberflächenschutz im Kraftwerksbau – sogenannte Cladding-Schichten – lassen sich mit der magnetinduktiven Sonde FGB2 von Fischer präzise messen. Zusammen mit dem Messgerät DELTASCOPE® FMP30 bildet die temperaturbeständige Sonde eine robuste und einfach zu bedienende Messeinheit. Ihr lokaler Fischer-Partner berät Sie gerne.

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