Mikrohärtemessung von Zahnschmelz in der Zahnmedizin

Der Zahnschmelz – die äußerste Schicht der Zähne – ist eine sehr harte, verschleißfeste und säurebeständige Kalzium-Phosphat-Verbindung. Durch den Verzehr von zucker- und säurehaltigen Nahrungsmitteln, fehlender oder nachlässiger Zahnpflege und mechanisch bedingtem Verschleiß kann der Zahn­schmelz jedoch aufgeweicht und zerstört werden: Es entsteht Karies. Zahnpasten und Zahnspülungen sollen helfen, den Zahnschmelz zu schützen und widerstandsfähiger zu machen. Aber ist diese Wir­kung tatsächlich mess- und damit belegbar?

Die menschliche Ernährung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend verändert. Die Lebensmittelindustrie stellt ein unüberschaubares Angebot von verlo­ckend angepriesenen zucker- und säurehaltigen Nah­rungsmitteln zur Verfügung. Der Konsum von Snacks, Süßgetränken und Fertigprodukten hat Hochkonjunktur.

Auf der anderen Seite hat in der modernen Gesellschaft das Bewusstsein für tägliche und intensive Zahnpflege deutlich zugenommen. Die Zahnbürste, ob in der herkömmlichen Form oder elektrisch – gehört heute zur hygienischen Grundversorgung jedes Menschen. Hersteller von Zahnpasten und Zahnspülungen haben Produkte entwickelt, welche den Zahnschmelz schützen, ihn widerstandsfähiger gegen wiederholte Säureangriffe machen und den weiteren Abbau von bereits aufgeweichtem Zahnschmelz verzögern, verhindern oder sogar umkehren sollen. Eine gezielte Optimierung dieser Produkte ist aber nur möglich, wenn die Wirksamkeit auch genau gemessen werden kann.

Die Klinik für Zahnerhaltung der Uni Bern hat von der Schweizerischen Zahnärztegesellschaft (SSO) den Auftrag erhalten, die Mikrohärte des Zahnschmelzes, das Elastizitätsmodul und die Zusammenhänge zu untersuchen. Dazu wurden menschliche Zähne der Wirkung von aggressiven Getränken wie zucker- und säurehaltigen Softdrinks, Orangensaft und auf den ersten Blick harmlos erscheinendem Hagebuttentee ausgesetzt. Die in Einbettmasse fixierten Prüfstücke wurden anschließend mit dem
FISCHERSCOPE® HM2000 und einer Prüfkraft von 50 mN vermessen. Die Messwerte zeigten eine deutliche Abnahme der Oberflächenhärte und des Elastizitätsmoduls gegenüber dem „unbehandelten“ Zahnschmelz. Der Effekt ist offensichtlich: Ein länger andauernder Einfluss von säurehaltigen Flüssigkeiten kann zu Zahnkaries führen, der Zahnschmelz wird aufgeweicht und abgebaut.

Die Zahnmedizin hat in Zusammenarbeit mit der Industrie aber Mittel gefunden, wie Schmelzkaries verhindert und der Zahn durch Einsatz von niedrig dosierten Fluoriden wieder remineralisiert werden kann. In einem zweiten Schritt wurden die angegriffenen Zähne für kurze Zeit in eine Mundspülung gelegt. Eine erneute Härtemessung derselben Muster ergab eine nachweisliche Verfestigung der Zahnoberfläche. Der in der Werbung versprochene Effekt konnte tatsächlich nachgewiesen werden: Zahnpasten und Zahnspülungen bieten bei der täglichen Mundhygiene einen effektiven Erosionsschutz des Zahnschmelzes.

Mit dem FISCHERSCOPE® HM2000 können mechanische Eigenschaften wie die Mikrohärte und das Elastizitätsmodul von Zähnen bestimmt werden, um so Rückschlüsse auf die Wirksamkeit von Zahnpasten und Zahnspülungen ziehen zu können. Zu weiteren Details steht Ihnen Ihr Fischer-Repräsentant jederzeit zur Verfügung.

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