Schichtdickenmessung von Eisenglimmer-Lack

Eisenglimmer-Lacke kommen immer dort zum Einsatz, wo höchster Korrosionsschutz unerlässlich ist. Stahlbrücken, Strommaste, ja sogar die Harbour Bridge in Sydney und der Eiffelturm in Paris werden mit diesem Lack gegen Witterungseinflüsse geschützt. Um die vom Hersteller angegebene Haltbarkeit der Beschichtung gewährleisten zu können, muss eine bestimmte Schichtdicke aufgebracht und überprüft werden.

Eisenglimmer besteht nicht – wie oft angenommen – aus gemahlenem Eisen, sondern es handelt sich um eine Form des natürlich vorkommenden Minerals Hämatit, welches dem Lack beigemischt wird und eine zusätzliche Schutzschicht bildet. Eisenglimmer ist ein kristallines Eisenoxid-Mineral, das hauptsächlich aus Eisen-III-Oxyd besteht. Es ist schuppen- oder plättchenförmig und wird hauptsächlich als Korrosionsschutzpigment eingesetzt. Aus Eisenglimmer und Epoxyden wird die sogenannte Schuppenpanzerfarbe für höchste Belastungen hergestellt, die eine hervorragende Korrosionsschutzwirkung besitzt. Durch den Eisenglimmer bildet sich ein schützender "Schuppenpanzer" auf dem Metall, der das Eindringen von Wasser und anderen rostbildenden Flüssigkeiten stark erschwert. 

Typisch für Eisenglimmer-Lacke ist die braunrote Färbung. Berühmte Bauwerke wie der Eiffelturm in Paris, das Wiener Riesenrad, die Harbour Bridge in Sydney und die Istanbuler Bosporus Brücke sind mit solchen Beschichtungen geschützt.

Durch die besondere Eigenschaft des Eisenglimmers eignen sich die damit angereicherten Lacke besonders gut für den Korrosionsschutz: Als Pulver in eine Farbe gemischt richten sich die feinen, kristallinen Eisenglimmer-Plättchen beim Trocknen fast parallel zur Oberfläche aus. Dabei überlappen sie sich gegenseitig und bilden somit in der Farbschicht selbst eine kompakte Schutzschicht.

Eisenglimmer-Lacke werden hauptsächlich auf feuerverzinkten Stahlteilen eingesetzt, aber auch nicht verzinkter Stahl, Eisen und Aluminium können damit beschichtet werden, um die Konstruktionen vor Witterungseinflüssen zu schützen. Doch die Zuverlässigkeit des Korrosionsschutzes hängt natürlich auch von der Dicke der Beschichtung ab. In der Regel werden diese Lacke mit einer Schichtdicke von ca. 80-120 µm appliziert, um den gewünschten Korrosionsschutz zu erzielen.

Wie bei normalen Farbschichten auch, lässt sich die Schichtdicke der Eisenglimmer-Lacke mit dem magnetinduktiven Verfahren messen, da Hämatit an sich antiferromagnetisch ist und somit Eisenglimmer-Lacke in der Regel nicht magnetisch sind. Die Handgeräte der FMP-Serie von Fischer sind für diese Aufgabe optimal geeignet. Durch die relativ große Rauheit der Lackoberfläche empfiehlt Fischer den Einsatz einer robusten Sonde mit einem Hartmetall-Sondenpol, die eine besonders lange Standzeit hat – die Sonde F20H.

Abb. 1: DELTASCOPE®-FMP-Familie

Eisenglimmer-Lacke bieten durch die Beimischung der plättchenförmigen Hämatit-Mineralien einen besonderen Korrosionsschutz für Bauwerke und andere ständig der Witterung ausgesetzte Objekte. Mit den Handgeräten der FMP-Familie und der robusten Sonde F20H lässt sich die Schichtdicke des Eisenglimmer-Lacks präzise messen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren lokalen Fischer-Vertreter.

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