Witterungsbeständigkeit von nachverdichteten Eloxalschichten

Aluminium wird gerne für die architektonisch ansprechende Gestaltung von Außenfassaden und anderen, der Witterung ausgesetzten Objekten verwendet. Es gilt als leicht zu verarbeiten und punktet durch sein geringes Gewicht und die langfristige Wartungsfreiheit, erreicht durch die Aufbringung einer schützenden Eloxalschicht. Um einen zuverlässigen Korrosi­onsschutz zu gewährleisten, muss allerdings die Nachverdichtung der Schicht überprüft werden.

Als unedles Metall ist Aluminium eigentlich anfällig für Korrosion, bildet jedoch an der Oberfläche – ganz im Gegensatz zu Eisen – mit Sauerstoff eine korrosionshemmende Oxidschicht. Dadurch bleibt Aluminium unter normalen Umweltbedingungen sehr gut erhalten, u. a. auch, weil diese schützende Oxidschicht selbst bei Verletzungen sofort wieder neu aufgebaut wird. Für viele Anwendungen vor allem im Außenbereich ist diese natürliche Oxidhaut jedoch nicht ausreichend, weil schon kleinste Einschlüsse von Schwermetallen eine lückenlose, natürliche Oxidhaut verhindern können und an solchen Stellen kann es zu Korrosionsschäden kommen.

Um den natürlichen Oxidfilm zu verbessern, wird häufig die anodische Oxidation eingesetzt (Eloxal = Elektrolytische Oxidation von Aluminium). Dabei wird mittels elektrischen Stromflusses im Säurebad Sauerstoff freigesetzt, welcher sofort mit dem Aluminium reagiert. Es bilden sich zwei Oxidschichten: ein sehr dünner, isolierender Film (Sperrschicht) und darüber eine poröse Oxidschicht. Letztere ist wegen ihrer feinporigen Struktur sehr empfindlich, weshalb unbedingt eine Nachbehandlung in Form einer „Verdichtung“ notwendig ist.

Abb. 1: Prinzipdarstellung der Oxidschicht auf Aluminium links vor und rechts nach der Verdichtung

Die Qualität der Verdichtung ist von verschiedenen Faktoren wie der Güte der Oxidschicht, der Verdichtungszeit, Temperatur des Verdichtungsbades, pH-Wert der Verdichtungslösung etc. abhängig und kann mit Hilfe des Scheinleitwerts zerstörungsfrei überprüft werden. Mit dem von Fischer entwickelten Handgerät ANOTEST® YMP30-S kann der Scheinleitwert vor Ort normgerecht gemäß DIN EN ISO12373-5 und ASTM B 457-67 bestimmt werden. Zur Überprüfung des Messgerätes steht zudem eine elektronische Referenz zur Verfügung.

Abb. 2: Messung der Nachverdichtung an einer Außenfassade mit dem ANOTEST® YMP30-S

Mit dem ANOTEST® YMP30-S kann die Nachverdichtung von eloxiertem Aluminium anhand der Messung des Scheinleitwerts normgerecht bestimmt werden. Damit lässt sich die Korrosionsbeständigkeit von Fassaden und anderen, der Witterung ausgesetzten Aluminiumbauteilen überprüfen. Für weitere Informationen steht Ihnen Ihr Ansprechpartner von Fischer gerne zur Verfügung.

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